Ingo

9. September 2014

Ingo 
hat einfache braune Augen, lebendig. Die Begeisterung und Unterstützung, die er für meine Reise bereit hält, ist immens. Er ist Filmemacher und leitet hauptberuflich junge Menschen beim Filmemachen an. Filmen und Licht gehört nun auch zusammen und so kam es, dass ich ein weiteres Mal ein ganz anderes Gespräch erwarte, als ich bekomme. Ingo erzählt mir direkt, was ihm zum Thema Licht einfiel. Und das war ein Land-Art-Werk, was er bei der Präsentation einer Sommerakademie, die er mit angeleitet hatte, sah.
Auf einer Lichtung im Wald stand ein Baum. Der Schatten des Baumes am Boden war mit Mehl bedeckt. Dieses recht simple Bild beschäftigt ihn bis heute, sagt Ingo. Dass er den Schatten erkannt hat, obwohl er die existentielle Eigenschaft, dunkel zu sein, nicht erfüllte. Überhaupt, was Schatten bedeutet. Die Sichtbarmachung eines Fehlens von etwas, und zwar Licht.Wir können in Schatten etwas sehen, das nicht da ist. Ich frage mich, wie es bei völliger Dunkelheit ist. Da sehen wir dann nicht, was nicht da ist.
Auch Ingo erwähnt noch mal das besondere Licht in Südschleswig, welches Künstler wie Caspar David Friedrich und Emil Nolde anzog.

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