Yerang, Hedda & Kristine

9. September 2014

Yerang
 hat braune Augen. Sie kommt aus Südkorea wohnt nun in New York. Gemeinsam streichen wir in der Mit- tagssonne einen Holzverschlag, so groß wie eine Garage, schwarz. Ich muss dabei an Lene denken, wie sie über die Wirkung von Farben auf unsere Psyche sprach. Die schwarze Farbe ist ein intensiver Kontrast zu dem hellen Licht, zieht meine Stimmung aber nicht spürbar runter.

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Yerang ist ziemlich begeistert von meiner Art zu reisen und wirft alle ihre Urlaubspläne hin für eine Wanderung von Tolne, Nordjütland, nach Kopenhagen. Allein mit Rucksack und Schlafsack.Vier Tage für etwas Planung und Couchsurfing-optionen und dann läuft sie los.Auch sie ist gut angekommen und ist im Nachhinein auch für mich eine gute Inspiration.

yerang+tag29

An einem Tag in Tolne ist plötzlich ohne mein zu tun das Thema Lichtverschmutzung am Frühstückstisch. Francoise erzählt, dass er nur nach Paris fährt, wenn er wirklich muss. Er liebt es auf dem Land und meint, entgegen der Meinung vieler anderer, es gibt dort viel zu erleben. Man muss nur wissen, was man möchte. An großen Städten stört ihn, dass es immer hell ist. Himmel und Sterne sehen ist auch Hedda wichtig.

Ich sage, Hedda hat grüne Augen mit dunklen und zugleich hellen Farben, sie sagt es ist unbestimmt.Wie alles, was im Kühlschrank war, zusammengemixt. Kristine hat ebenso grüne Augen. Ich rede mit ihr über Dunkelheit und und sie erzählt von einer Freundin, die ganz im Norden Norwegens wohnt, und die sie bewundert dafür, dass sie die Gegensätze so gewohnt ist, im Sommer einfach schlafen kann obwohl es so hell ist, und im Winter in Dunkelheit zu leben. Ich finde diese Anpassungsfähigkeit ebenso bewundernswert.

Hedda und Kristine reden beide davon wie anstrengend der Winter in Oslo ist, wie sehr das Wetter und die Dunkelheit die Stimmung beeinflussen. Aber auch, wie schön es ist im Sommer abends so lange draußen zu sitzen, bis man Wollsocken und -pullover braucht. Hedda hat einmal das Polarlicht fast verschlafen, denn manchmal sieht man es auch in Oslo. Und ja auch alle Sommerhäuser an der Küste Norwegens sind weiß. Ich genieße die Zeit mit den Mädchen. Es gibt viel über das wir reden können und wir nehmen uns ein Versprechen ab: Dass wir uns wiedersehen, im kommenden Winter auf drei Filmfestivals. Eins in Leipzig, eins in Bergen, Norwegen und eins in Tromsø, ganz im Norden von Norwegen. Das gibt mir viel Hoffnung und Vorfreude noch bald das Nordlicht zu sehen.

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